Wir informieren Sie über aktuelle betrügerische Fax-Werbung für Gewerbeverzeichnisse

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  • Rechtstipp

Derzeit werden wieder Fax – Aussendungen getätigt, welche den Empfänger, häufig unter Vorspiegelung eines offiziellen Aussehens, dazu bringen sollen ein Abonnement für einen Online- Eintrag im Gewerbeverzeichnis abzuschließen.

Diese Angebote erzeugen häufig den Eindruck, dass nur eine Verifizierung der Daten ihrer Praxis erfolgt und der Eintrag kostenfrei ist oder sogar verpflichtend.

Die entscheidenden Dinge stehen im Kleingedruckten, was für Ihre Praxis sehr teuer werden kann.

Es handelt sich juristisch gesehen aber um ein Angebot für einen teuren Eintrag, in einem eher unprofessionellen Branchenbuch. In der Regel kommt es unaufgefordert per Fax. Üblicherweise ist das Angebot so trickreich gestaltet, dass man es für ein behördliches oder zumindest von einem seriösen Anbieter stammendes hält. Wer im stressigen Alltag das Blatt nur überfliegt, kann schnell den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein behördliches Schriftstück handelt. Prominent dargestellt ist, dass der Empfänger seine Firmendaten überprüfen und gegebenenfalls ergänzen soll.

Deutlich kleiner ist der Absender zu finden und nur in dem Kleingedruckten lesen Sie, dass es sich um ein Angebot handelt. Dort findet sich zuletzt auch noch die nahezu infame Beschreibung: „Bitte beachten Sie, dass Sie mit uns gegenwärtig in keiner laufenden Geschäftsbeziehung stehen.“

Wenn Sie das Angebot abgeben, schließen Sie damit in der Regel einen Abonnementvertrag über 12 Monate, dessen Kosten im Voraus fällig werden. Häufig sind auch automatische Verlängerungen angeschlossen.

Hierzu sind folgende Dinge wissenswert:

Grundsätzlich ist die Kontaktaufnahme mit einem Unternehmen per Telefax zur Anbahnung eines Kontaktes oder zur Unterbreitung eines Angebots nicht zulässig. Denkbar ist, dass dem Faxempfänger sogar Unterlassungsansprüche oder Schadenersatzansprüche zustehen.

Im Fall von gewerbeverzeichnis-regional.net dürfte es eher schwierig werden, diese Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat als Sitz eine Adresse in Rumänien angegeben. Obwohl die Rechtslage in Deutschland recht eindeutig ist, haben die Unternehmen kaum Chancen erfolgreich auf dem Rechtsweg gegen diesen Betrug aus dem Ausland vorzugehen.

Letztlich sind diese Schriftstücke also am schnellsten bearbeitet, wenn Sie diese direkt in den Papierkorb werfen.

Aktuell sind es Faxe die auf das Gewerbeverzeichnis verweisen. Es sind aber auch schon Anfragen mit Bezeichnungen wie „Arztregister“, „Medizinverzeichnis“ o.ä. versandt worden.

Bitte prüfen Sie daher solche Abfrage-Faxe genau bevor Sie etwas unterschreiben oder zurücksenden.

Gerne können Sie uns kontaktieren, wenn ihnen ein Formular zugeschickt wird und Sie nicht genau wissen ob es sich dabei um einen Betrug handelt.